Bis Mai 2024 soll die Bundeswehr aus Mali abgezogen sein.
Gut neun Jahre danach hat sich die Lage mehrfach dramatisch verändert. So hat die Europäische Union in diesem Frühjahr ihre Trainingsmission EUTM zur Ausbildung malischer Soldaten faktisch beendet. Es war eine Reaktion darauf, dass die Militärjunta in Mali, die sich 2021 an die Macht geputscht hatte, russische Söldner ins Land geholt hatte, die wiederum für Sicherheit und Stabilität in Mali sorgen sollten.
An diesem Dienstag nun hat Bundeskanzler Olaf Scholz seine Ministerinnen für Außen und Verteidigung, Baerbock und Lambrecht, wie auch Entwicklungsministerin Svenja Schulze zusammengerufen, um über die Zukunft der deutschen Mali-Mission zu beraten. Doch die Ampel-Regierung ist in dieser Frage nicht auf Linie. Zusammengefasst lässt sich sagen: Baerbock will bleiben, Lambrecht lieber abziehen. Je früher desto bester. Das aktuelle Mandat läuft bis zum 31. Mai 2023.
Die Verteidigungsministerin sorgt sich vor allem um die Sicherheit ihrer Soldatinnen und Soldaten. Sowohl Baerbock wie auch Lambrecht waren im Abstand weniger Wochen in diesem Frühjahr in Mali, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Jetzt ringt die Ampel-Regierung mit sich selbst über die Zukunft dieses inzwischen umstrittenen Einsatzes. „Wir möchten dort, im Sahel, in Mali bleiben“, hatte Baerbock noch im August gesagt.
Die sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Sara Nanni, spricht sich derweil gegen einen Abzug der Bundeswehr aus Mali aus. Nanni sagte unserer Redaktion, als Teil der Weltgemeinschaft müsse sich Deutschland die Frage stellen, ob man solche Länder sich selbst überlassen solle? Die größte Legitimität für einen Einsatz in Mali könnten nur die Vereinten Nationen haben. Und Deutschland sei ein Teil davon.
Kriterium für einen möglichen Abzug aus dem Krisenland sei allerdings die Sicherheit der deutschen Soldatinnen und Soldaten. „Wenn sich die Sicherheitslage für unsere Soldatinnen und Soldaten so verschlechtert, dass sie dort nicht mehr gut operieren können, dann sollte Deutschland sein Kontingent abziehen. Aber so ist die Lage aktuell ja nicht.“
Colombia Últimas Noticias, Colombia Titulares
Similar News:También puedes leer noticias similares a ésta que hemos recopilado de otras fuentes de noticias.
Regierung plant Mali-Abzug der Bundeswehr bis Mai 2024Die Bundesregierung will nach ZDF-Informationen im kommenden Jahr mit dem Abzug der Bundeswehr aus Mali beginnen.
Leer más »
Bundeswehr soll bis Mai 2024 aus Mali abziehenDie Militärmachthaber in Mali haben den Blauhelm-Einsatz in ihrem Land immer mehr erschwert. Die Zweifel am Engagement wuchsen in vielen Ländern. Nun sind die Weichen für den Abzug der Bundeswehr gestellt.
Leer más »
Bundeswehr zieht 2024 aus Mali abBis 2024 wird die Bundeswehr in Mali bleiben. Darauf einigte sich das Kanzleramt mit den Ministerien. Ab 2023 soll ein Plan für den „Einstieg zum Ausstieg“ formuliert werden.
Leer más »
Bundeswehr zieht bis 2024 aus Mali ab: Bleiben, um zu gehenBleiben, um zu gehen: Die Bundesregierung beschließt, den Einsatz der Bundeswehr in Mali ein letztes Mal zu verlängern, um ihn dann geordnet zu beenden – anders als in Afghanistan.
Leer más »
Einigung im Kanzleramt: Bundeswehr soll 2024 aus Mali abziehenDie Auslandsmission der Bundeswehr in Mali soll zunächst fortgesetzt, aber 2024 beendet werden. In dem Land sind etwa 1200 deutsche Soldaten im Einsatz.
Leer más »
Bundeswehr zieht aus Mali abDer Einsatz wird zunächst fortgeführt, aber es soll ein konkreter Abzugsplan verfolgt werden. Ab dem kommenden Jahr soll die Bundeswehr mit dem „Einstieg in den Ausstieg“ beginnen.
Leer más »