Der Ehemann von Berlins Verkehrssenatorin Bettina Jarasch sollte laut einem Medienbericht die Leitung über das RBB- Fernsehprogramm bekommen. Die CDU sieht schwere Verfehlungen.
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„Sowohl im RBB als auch im Hause Jarasch fehlt es an Sensibilität. Wenn der Mann einer Spitzenpolitikerin so eine Position bekommen soll, muss allen beteiligten auffallen, dass das nicht geht“, sagte der CDU-Abgeordnete Christian Goiny, der auch Mitglied des Rundfunkrats des RBB ist. Hintergrund ist ein Bericht des „Spiegel“, wonach Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus Anfang Juli in einer E-Mail an die private Adresse der damaligen Intendantin Patricia Schlesinger geschildert habe, wie der Programmchef des RBB-Fernsehens Jens Riehle abgesetzt und durch Jaraschs Mann Oliver Jarasch ersetzt werden soll. Sparen wollte man sich demnach auch eine Ausschreibung bei der Besetzung, indem die Stelle zunächst kommissarisch vergeben worden wäre.
Solchen „Filzvorwürfen und dem Verdacht der Mauschelei“ müsse genauso nachgegangen werden muss wie den anderen Verfehlungen, die beim RBB im Raum stünden. „Möglicherweise muss man sich die Struktur des Senders als ganze nochmal näher untersuchen und nicht nur die Intendantenebene“, sagte Goiny.