Schul-Analyse zu digitalen Medien: Bessere Leistungen nicht belegt Digitalisierung Schule
Ein verstärkter Einsatz digitaler Medien in den Schulen ist einem Gutachten zufolge bisher nicht mit deutlich besseren Lernergebnissen einhergegangen. In der politischen Debatte kursierten teilweise "spekulative, wenn nicht utopische Projektionen über die segensreichen Wirkungen der Digitalisierung", heißt es in einer Analyse im Auftrag des Philologenverbands NRW.
, sei unstrittig, schreibt darin der Heidelberger Pädagoge Karl-Heinz Dammer. Allerdings sollten Ausmaß und genaue Zielrichtung der schulischen Digitalisierung "ergebnisoffen" diskutiert werden.Der Pädagoge betonte, die bisherigen "empirischen Ergebnisse zu Lerneffekten fallen keineswegs so eindeutig positiv aus, wie sie es müssten, um die Forderung nach einer umfassenden Digitalisierung hinreichend zu rechtfertigen".
Der PhV NRW habe das Gutachten im Frühjahr 2022 in Auftrag gegeben, um das Thema schulische Digitalisierung "mit der pädagogischen Brille" zu betrachten, sagte Mistler der Deutschen Presse-Agentur. Bisher sei es in der Debatte hingegen häufig, technische oder arbeitsökonomische Aspekte gegangen.
In seiner Analyse schreibt Dammer, Schülerinnen und Schüler sollten den Umgang mit digitalen Medien als neue Kulturtechnik beherrschen können. Deren Einsatz könne sehr bereichernd für den Unterricht sein. Er hat aber aus seiner Sicht auch Grenzen: So sei der Einsatz digitaler Medien etwa bei komplexen Aufgabenstellungen schwieriger.