Im Iran sind drei weitere Mitglieder der Protestbewegung zum Tode verurteilt worden. Staatsmedien zufolge droht 19 Menschen die Hinrichtung. Die Proteste in dem Land gingen derweil weiter.
Im Iran sind drei weitere Todesurteile im Zusammenhang mit den seit Wochen anhaltenden Protesten verhängt worden. Das gab die iranische Justizbehörde am Mittwoch bekannt. Damit erhöht sich die Zahl der Todesurteile seit Sonntag auf fünf. Insgesamt droht laut Staatsmedien 19 Menschen die Hinrichtung.
Die am Mittwoch Verurteilten waren wegen ihrer Beteiligung an den Protesten angeklagt worden. In einem Fall soll der oder die Angeklagte mit dem Auto in eine Gruppe Polizisten gefahren und einen von ihnen getötet haben. Im zweiten Fall soll ein Polizist verletzt worden sein, im dritten Fall lautete die Anklage auf Blockierung des Verkehrs sowie Verbreitung von "Terror".und weitere zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.
Auslöser der landesweiten Proteste war der Tod der iranischen Kurdin Mahsa Amini. Sie starb am 16. September im Polizeigewahrsam. Zuvor war sie von der Sittenpolizei festgenommen worden, weil sie gegen die islamischen Kleidungsvorschriften verstoßen haben soll.
In weiten Teilen des Landes kam es in der Nacht zu Mittwoch aus einem weiteren Grund zu heftigen Protesten: Zu Tausenden strömten Menschen auf die Straßen, um an den "blutigen November" von 2019 zu erinnern. Augenzeugen berichteten von chaotischen Szenen, unter anderem in der Hauptstadt Teheran. Hintergrund der Demonstrationen vor drei Jahren waren hohe Benzinpreise. Sie richteten sich jedoch schnell auch gegen die politische Führung in Teheran.
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