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Kein Wachstum ist auch keine Lösung: Degrowth, also Schrumpfen und Konsumverzicht statt Wirtschaftswachstum, wäre das falsche Rezept im Kampf gegen Klimawandel und Armut auf der Welt, argumentiert Claus Döring in seiner Kolumne untermstrich

Frankfurt, 12.11.2022Es gibt immer mehr Menschen, die sich ganz bewusst der täglichen Nachrichtenflut entziehen. Sie löschen ihre Accounts bei den sozialen Medien, hören oder schauen keine Nachrichtensendungen mehr, lesen keine Tageszeitungen. Und wenn man den Berichten dieser Menschen glauben darf, geht es ihnen seither besser. Denn die permanente Krisenberichterstattung der Medien hatte sie krank gemacht, hatte Zukunftsängste und Weltuntergangsstimmung ausgelöst.

Natürlich ist der menschengemachte Klimawandel Fakt und keine mediale Erfindung, doch apokalyptische Szenarien und Panik helfen selten bei der Bewältigung von Problemen. Es soll hier nicht um die kriminellen Aktionen von Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ gehen, denen jedes Mittel zum Erreichen ihrer Ziele recht scheint. Doch auch eher nüchterne Zeitgenossen wie Ökonomen stellen die Systemfrage.

Zwar hat es auch unter Ökonomen schon immer Weltuntergangspropheten gegeben, die Armut und Hunger als unausweichliche Folge einer kapitalistischen Gesellschaft ansahen. Einer der bekanntesten war der britische Ökonom Thomas Robert Malthus, der Ende des 18. Jahrhunderts das stetige Wachstum der Bevölkerung als Ursache von Armut und Verelendung betrachtete. Malthus behauptete, die Bevölkerung wachse exponentiell, die Nahrungsmittelproduktion aber nur linear.

Steigende Preise wären auch der Hebel, um die heute im Fokus stehenden Klimaprobleme in den Griff zu bekommen. Doch was machen die Politiker weltweit, wenn die Preise beispielsweise von Öl und Gas kräftig steigen? Sie deckeln die Preise und subventionieren den Verbrauch. Nicht nur um Wiederwahl bangende Politiker in Demokratien, sondern auch Autokraten fürchten den Volkszorn. Ein weiteres Problem ist, dass wir bei der Bepreisung der Umweltbelastung erst am Anfang stehen.

Dies ist der Grund, weshalb die Degrowth-Forderungen sich zwar bei Klimaaktivisten und Grünen-Anhängern gewisser Beliebtheit erfreuen, in der Regierungspolitik aber noch keine Rolle spielen – und wohl nie spielen werden. Denn wer will schon von Untergangsapologeten regiert werden, wenn bereits die vielen Krisennachrichten krank machen?

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